Löwenzahn (Gemeiner Löwenzahn)

Taraxacum officinale Web. ex Wigg. agg.

Familie: Asteraceae (Korbblütler)

Steckbrief

Pflanzenteile
Kraut mit Wurzel (Taraxaci radix cum herba); Blätter, Blüten
Sammelzeit
Blätter: März–Mai (vor der Blüte); Wurzel: Herbst oder Frühjahr
Vorkommen
Europa, Asien; nahezu weltweit als Wiesen- und Ruderalpflanze
Volksnamen
Kuhblume, Pusteblume, Butterblume, Pfaffenröhrlein, Maiblume

Wirkungen

  • Choleretisch/cholekinetisch (steigert Gallenproduktion und -ausschüttung)
  • Diuretisch (kaliumsparend durch hohen Kaliumgehalt der Pflanze)
  • Appetitanregend (Bitterstoffe)
  • Leicht laxativ
  • Antioxidativ
  • Präbiotisch (Inulin fördert Darmmikrobiom)

Wirkstoffe

  • Bittere Sesquiterpenlactone: Taraxin, Taraxacosid, Taraxacolid
  • Triterpene: Taraxol, Taraxerol, Taraxasterol, β-Amyrin
  • Flavonoide: Luteolin, Apigenin
  • Polysaccharide (Wurzel): Inulin (bis 40 % im Herbst), Levulin
  • Hydroxyzimtsäuren: Chicoreinsäure, Monocaffeoyltartarsäure
  • Mineralstoffe: Kalium (hoher Gehalt in Blättern)

Anwendungsgebiete

Innere Anwendung

  • Dyspeptische Beschwerden: Blähungen, Völlegefühl, Appetitlosigkeit
  • Störungen der Gallenfunktion und des Gallenflusses
  • Unterstützend bei Harnwegsinfekten (Durchspülungstherapie)
  • Stoffwechselunterstützung (Frühjahrskur)
  • Obstipation (mild)

Äußere Anwendung

  • Frischer Milchsaft: Traditionell bei Warzen (Evidenz nicht belegt)

Zubereitung & Dosierung

Art Anleitung Dosierung
Tee (Kraut) 1–2 TL getrocknetes Kraut mit 150 ml kochendem Wasser, 10 Min. ziehen 3x täglich vor den Mahlzeiten
Tee (Wurzel) 1–2 TL Wurzel in 150 ml kaltem Wasser ansetzen, aufkochen, 5 Min. kochen 3x täglich
Frischpflanze Junge Blätter als Salat Nach Belieben
Presssaft Frischer Pflanzensaft 3x täglich 1–2 EL
Tinktur 1:5 in 25 % Ethanol 3x täglich 2–3 ml

Sicherheit

Kontraindikationen

  • Gallengangsverschluss, Gallensteine (Gallenkoliken möglich bei Stimulation)
  • Bekannte Überempfindlichkeit gegenüber Korbblütlern

Wechselwirkungen

  • Diuretika: Additive Wirkung möglich
  • Lithium: Erhöhte Ausscheidung möglich

Schwangerschaft & Stillzeit

Als Nahrungsmittel (Salat) unbedenklich Therapeutische Dosen: Keine ausreichenden Daten; vorsichtig einsetzen

Besonderheiten

  • Eine der nährstoffreichsten heimischen Wildpflanzen: reich an Vitaminen A, C, K sowie Eisen und Kalium
  • Inulingehalt der Wurzel variiert stark: im Herbst am höchsten (bis 40 %), im Frühjahr niedrig (5–10 %)
  • Die diuretische Wirkung ist durch den natürlich hohen Kaliumgehalt besonders vorteilhaft (kein Kaliummangel wie bei synthetischen Diuretika)
  • Kommission E: Positiv (Dyspepsie, Stimulation der Diurese)

Löwenzahn (Gemeiner Löwenzahn) – Taraxacum officinale gehört zu den Asteraceae (Korbblütler) und eine der nährstoffreichsten heimischen Wildpflanzen: reich an Vitaminen A, C, K sowie Eisen und Kalium.

Besonderheiten

  • Eine der nährstoffreichsten heimischen Wildpflanzen: reich an Vitaminen A, C, K sowie Eisen und Kalium
  • Inulingehalt der Wurzel variiert stark: im Herbst am höchsten (bis 40 %), im Frühjahr niedrig (5–10 %)
  • Die diuretische Wirkung ist durch den natürlich hohen Kaliumgehalt besonders vorteilhaft (kein Kaliummangel wie bei synthetischen Diuretika)
  • Kommission E: Positiv (Dyspepsie, Stimulation der Diurese)

Verwandte Anwendungsgebiete

Häufige Fragen

Wofür wird Löwenzahn (Gemeiner Löwenzahn) verwendet?
Dyspeptische Beschwerden: Blähungen, Völlegefühl, Appetitlosigkeit, Störungen der Gallenfunktion und des Gallenflusses, Unterstützend bei Harnwegsinfekten (Durchspülungstherapie)
Wie bereitet man Löwenzahn (Gemeiner Löwenzahn) als Tee zu?
1–2 TL getrocknetes Kraut mit 150 ml kochendem Wasser, 10 Min. ziehen Dosierung: 3x täglich vor den Mahlzeiten
Hat Löwenzahn (Gemeiner Löwenzahn) Wechselwirkungen?
Diuretika: Additive Wirkung möglich Lithium: Erhöhte Ausscheidung möglich