Linde (Sommerlinde / Winterlinde)
Tilia platyphyllos Scop. (Sommerlinde), Tilia cordata Mill. (Winterlinde)
Familie: Malvaceae (Malvengewächse)
Steckbrief
- Pflanzenteile
- Blüten mit Tragblatt (Tiliae flos)
- Sammelzeit
- Juni–Juli (Sommerlinde etwas früher als Winterlinde)
- Vorkommen
- Europa; als Straßen- und Parkbaum verbreitet
- Volksnamen
- Lindenblüte, Feldlinde, Herzbaum
Wirkungen
- Diaphoretisch (schweißtreibend) – klassisch bei Erkältungen
- Schleimhautschützend (Schleimstoffe)
- Antispasmodisch (Flavonoide)
- Leicht sedierend/beruhigend
- Expektorierend (schleimlösend)
- Entzündungshemmend (mild)
Wirkstoffe
- Flavonoide: Quercetin, Kaempferol, Tilirosin, Hyperosin
- Schleimstoffe: Arabinogalactane, Glucuronoxylane (3–10 %)
- Ätherisches Öl (Spuren): Farnesol
- Hydroxyzimtsäuren: Chlorogensäure, Kaffeesäure
- Tannine (geringe Mengen)
Anwendungsgebiete
Innere Anwendung
- Erkältungskrankheiten (schweißtreibende Behandlung bei Fieber)
- Reizhusten, Bronchitis (Schleimhautschutz)
- Unruhe, Schlafstörungen (traditionell, als Einschlaftee)
- Nervöse Magenbeschwerden
Äußere Anwendung
- Beruhigende Bäder (Vollbad mit Lindenblütenextrakt)
- Hautpflege (Extrakte in Cremes)
Zubereitung & Dosierung
| Art | Anleitung | Dosierung |
|---|---|---|
| Tee | 2 TL Blüten mit 150 ml kochendem Wasser, 10 Min. ziehen, abseihen | 2–3x täglich, heiß trinken |
| Erkältungstee | 2–3 TL Blüten, heiß aufgießen | 3–4x täglich heiß trinken, dann zudecken |
| Badezusatz | 500 g Blüten auf 5 L Wasser kochen, Sud ins Badewasser | 1x täglich, 15–20 Min. |
| Tinktur | 1:5 in 40 % Ethanol | 2–3 ml, 3x täglich |
Sicherheit
Kontraindikationen
- Keine bekannt bei bestimmungsgemäßem Gebrauch
Wechselwirkungen
- Keine klinisch relevanten bekannt
Schwangerschaft & Stillzeit
Traditionell als unbedenklich eingestuft; keine systematischen Studien Moderate Mengen als Tee: Vertretbar
Besonderheiten
- Lindenblüten sollten immer mit dem charakteristischen zungenförmigen Tragblatt geerntet und getrocknet werden
- Bereits im Mittelalter als Volksmedizin bei Erkältungen verwendet
- Honigbienen sind auf blühende Linden angewiesen – Lindenhonig ist ein klassisches Imkereiprodukt
- Kommission E: Positiv (Erkältung mit Katarrh der Atemwege)
Linde (Sommerlinde / Winterlinde) – Tilia platyphyllos gehört zu den Malvaceae (Malvengewächse) und lindenblüten sollten immer mit dem charakteristischen zungenförmigen Tragblatt geerntet und getrocknet werden.
Besonderheiten
- Lindenblüten sollten immer mit dem charakteristischen zungenförmigen Tragblatt geerntet und getrocknet werden
- Bereits im Mittelalter als Volksmedizin bei Erkältungen verwendet
- Honigbienen sind auf blühende Linden angewiesen – Lindenhonig ist ein klassisches Imkereiprodukt
- Kommission E: Positiv (Erkältung mit Katarrh der Atemwege)
Verwandte Anwendungsgebiete
Häufige Fragen
Wofür wird Linde (Sommerlinde / Winterlinde) verwendet?
Erkältungskrankheiten (schweißtreibende Behandlung bei Fieber), Reizhusten, Bronchitis (Schleimhautschutz), Unruhe, Schlafstörungen (traditionell, als Einschlaftee)
Wie bereitet man Linde (Sommerlinde / Winterlinde) als Tee zu?
2 TL Blüten mit 150 ml kochendem Wasser, 10 Min. ziehen, abseihen Dosierung: 2–3x täglich, heiß trinken
Hat Linde (Sommerlinde / Winterlinde) Wechselwirkungen?
Keine klinisch relevanten bekannt