Kurkuma (Gelbwurzel)
Curcuma longa L.
Familie: Zingiberaceae (Ingwergewächse)
Steckbrief
- Pflanzenteile
- Rhizom (Curcumae longae rhizoma)
- Sammelzeit
- Ganzjährig (Kultivierung)
- Vorkommen
- Südostasien (Indien, Indonesien); weltweit kultiviert
- Volksnamen
- Gelbwurzel, Indischer Safran, Gilbwurz, Turmerik
Wirkungen
- Antientzündlich (Curcumin hemmt NF-κB, COX-2, 5-LOX)
- Antioxidativ (starker Radikalfänger)
- Choleretisch/cholekinetisch (fördert Gallenfluss)
- Hepatoprotektiv
- Antimikrobiell, antifungal
- Antikanzerogen (präklinisch; klinische Evidenz begrenzt)
- Neuroprotektiv (präklinisch)
Wirkstoffe
- Curcuminoide (2–5 %): Curcumin (ca. 75 %), Demethoxycurcumin, Bisdemethoxycurcumin
- Ätherisches Öl (2–7 %): Ar-Turmeron, Atlantone, Zingiberen
- Stärke (ca. 40 %)
- Polysaccharide: Ukonane
Anwendungsgebiete
Innere Anwendung
- Dyspeptische Beschwerden: Völlegefühl, Blähungen, träge Verdauung
- Unterstützung der Leberfunktion
- Entzündliche Erkrankungen (Arthrose, rheumatoide Arthritis – adjuvant)
- Traditionell: Erkältungen, Atemwegsinfekte
Äußere Anwendung
- Hautprobleme (traditionell: Psoriasis, Wunden) – eingeschränkte Evidenz
Zubereitung & Dosierung
| Art | Anleitung | Dosierung |
|---|---|---|
| Tee | 1–2 TL Rhizompulver mit 200 ml heißem Wasser, 10 Min. ziehen | 2–3x täglich |
| Pulver (Gewürz) | Frisch geriebenes oder getrocknetes Pulver | 1–3 g täglich |
| Extrakt/Kapsel | Standardisierter Extrakt (95 % Curcuminoide) | 500–1000 mg/Tag |
| Goldene Milch | 1 TL Kurkuma + Prise Pfeffer + Fett in warmer Milch | 1x täglich |
Sicherheit
Kontraindikationen
- Gallenwegserkrankungen, Gallensteine (stimuliert Gallenfluss)
- Gallengangsverschluss
- Magengeschwür (hochdosiert)
Wechselwirkungen
- Thrombozytenaggregationshemmer, Antikoagulanzien (Curcumin hat gerinnungshemmende Wirkung)
- Chemotherapeutika: Mögliche Interaktionen (ärztliche Rücksprache)
- Antidiabetika: Additive blutzuckersenkende Wirkung möglich
Schwangerschaft & Stillzeit
Gewürzmengen: Unbedenklich Hochdosierte Extrakte: Nicht empfohlen (uterusstimulierend in hohen Dosen)
Besonderheiten
- Curcumin ist für die leuchtend gelbe Farbe verantwortlich und färbt alles intensiv
- Trotz breiter Forschungslage (über 10.000 Publikationen): Klinische Wirksamkeit beim Menschen oft noch nicht abschließend belegt
- In der ayurvedischen Medizin seit über 4.000 Jahren eingesetzt
- Kommission E: Positiv (dyspeptische Beschwerden)
Kurkuma (Gelbwurzel) – Curcuma longa gehört zu den Zingiberaceae (Ingwergewächse) und curcumin ist für die leuchtend gelbe Farbe verantwortlich und färbt alles intensiv.
Besonderheiten
- Curcumin ist für die leuchtend gelbe Farbe verantwortlich und färbt alles intensiv
- Trotz breiter Forschungslage (über 10.000 Publikationen): Klinische Wirksamkeit beim Menschen oft noch nicht abschließend belegt
- In der ayurvedischen Medizin seit über 4.000 Jahren eingesetzt
- Kommission E: Positiv (dyspeptische Beschwerden)
Verwandte Anwendungsgebiete
Bewegungsapparat
Gelenk- und Muskelbeschwerden, rheumatische Erkrankungen und Sportverletzungen sind häufige Beschwerden, bei denen Phytotherapeutika entzündungshemmend, schmerzlindernd und durchblutungsfördernd wirken – sowohl äußerlich als auch innerlich.
Verdauung
Magen, Darm, Leber und Galle – die Verdauungsorgane reagieren sensibel auf Stress, Ernährung und Lebensstil. Phytotherapeutika wirken krampflösend, blähungswidrig, gallenfluss-fördernd und schleimhautschützend.
Häufige Fragen
Wofür wird Kurkuma (Gelbwurzel) verwendet?
Dyspeptische Beschwerden: Völlegefühl, Blähungen, träge Verdauung, Unterstützung der Leberfunktion, Entzündliche Erkrankungen (Arthrose, rheumatoide Arthritis – adjuvant)
Wie bereitet man Kurkuma (Gelbwurzel) als Tee zu?
1–2 TL Rhizompulver mit 200 ml heißem Wasser, 10 Min. ziehen Dosierung: 2–3x täglich
Hat Kurkuma (Gelbwurzel) Wechselwirkungen?
Thrombozytenaggregationshemmer, Antikoagulanzien (Curcumin hat gerinnungshemmende Wirkung) Chemotherapeutika: Mögliche Interaktionen (ärztliche Rücksprache) Antidiabetika: Additive blutzuckersenkende Wirkung möglich