Birke
Betula pendula Roth (Syn.: Betula alba, Betula verrucosa)
Familie: Betulaceae (Birkengewächse)
Steckbrief
- Pflanzenteile
- Blätter (Betulae folium), Birkensaft (frischer Saft), Birkenteer (Rinde)
- Sammelzeit
- Blätter: April–Mai (jung, klebrig); Birkensaft: März–April
- Vorkommen
- Europa, Nordasien; Wälder, Waldränder, Moorränder
- Volksnamen
- Hängebirke, Weißbirke, Sandbirke, Maibaum
Wirkungen
- Stark diuretisch (wassertreibend) – Flavonoide + Saponine
- Entzündungshemmend (Flavonoide)
- Antioxidativ
- Antirheumatisch (unterstützend durch Ausschwemmung)
- Antimikrobiell (schwach)
- Betulinsäure: Antitumorale Wirkung in Studien (präklinisch)
Wirkstoffe
- Flavonoide: Hyperosid, Quercetin-3-glucuronid, Avicularin, Myricetin (besonders in den jungen Blättern)
- Saponine: Betulosid, Triterpenverbindungen
- Tannine/Gerbstoffe: Catechingerbstoffe
- Ätherisches Öl (Spuren): Methyl-salicylat, Betulen
- Phenolsäuren: Chlorogensäure
- Betulin, Betulinaldehyd, Betulinsäure (Rinde/Knospen)
- Mineralstoffe: Kalium (fördert Diurese)
Anwendungsgebiete
Innere Anwendung
- Harnwegsinfektionen (Spülungstherapie – ausreichend trinken!)
- Vorbeugung von Harnsteinen und Nierengrieß
- Rheumatische Erkrankungen (begleitend, Ausschwemmung)
- Ödeme (begleitend)
- Frühjahrskur, Entschlackung
Äußere Anwendung
- Schuppende Hauterkrankungen (Ekzem, Psoriasis) – Birkenteer
- Haarausfall, Schuppenbildung (Birkenwasser)
- Wunden (traditionell)
Zubereitung & Dosierung
| Art | Anleitung | Dosierung |
|---|---|---|
| Tee (Aufguss) | 2–3 g Blätter auf 150 ml kochendem Wasser, 15 Min. ziehen | 3–4x täglich 1 Tasse |
| Tagesdosis | Getrocknete Blätter | 6–12 g täglich |
| Birkensaft | Frischer Saft direkt aus angebohtem Stamm (März/April) | 1–2 Gläser täglich |
| Tinktur | 1:5 in 45% Alkohol | 3x 40–60 Tropfen täglich |
| Birkenwasser (Haare) | Verdünnte Tinktur oder Birkensaftextrakt | Ins Haar einmassieren |
Sicherheit
Kontraindikationen
- Herz- oder Niereninsuffizienz: Spülungstherapie kontraindiziert (erhöhte Flüssigkeitsbelastung)
- Ödeme durch Herzinsuffizienz: Nicht geeignet
- Allergie gegen Birke (Kreuzreaktion mit Birkenpollen häufig!)
Wechselwirkungen
- Diuretika: Additive Wirkung, Kaliumverlust möglich
- Lithium: Veränderung der Lithiumausscheidung durch Diurese
Schwangerschaft & Stillzeit
In üblichen Teemengen unbedenklich Höhere therapeutische Dosen: Keine ausreichenden Daten
Besonderheiten
- Birkenblätter gehören zu den wirksamsten pflanzlichen Diuretika – die Wirkung ist gut belegt
- Birkenpollen-Allergie ist eine der häufigsten Pollenallergien in Mitteleuropa – bei Betroffenen kann auch Birkenblätter-Tee Reaktionen auslösen
- Birkensaft (frischer Stammsaft) ist nur im März/April verfügbar und gilt als Frühjahrstonikum
- Birkenteer (aus der Rinde destilliert) hat andere Zusammensetzung und wird separat als Dermatologikum verwendet
- Die Rute der Birke (Zweige) wurde volksmedizinisch in Schwitzbädern eingesetzt
Birke – Betula pendula gehört zu den Betulaceae (Birkengewächse) und birkenblätter gehören zu den wirksamsten pflanzlichen Diuretika – die Wirkung ist gut belegt.
Besonderheiten
- Birkenblätter gehören zu den wirksamsten pflanzlichen Diuretika – die Wirkung ist gut belegt
- Birkenpollen-Allergie ist eine der häufigsten Pollenallergien in Mitteleuropa – bei Betroffenen kann auch Birkenblätter-Tee Reaktionen auslösen
- Birkensaft (frischer Stammsaft) ist nur im März/April verfügbar und gilt als Frühjahrstonikum
- Birkenteer (aus der Rinde destilliert) hat andere Zusammensetzung und wird separat als Dermatologikum verwendet
- Die Rute der Birke (Zweige) wurde volksmedizinisch in Schwitzbädern eingesetzt
Verwandte Anwendungsgebiete
Bewegungsapparat
Gelenk- und Muskelbeschwerden, rheumatische Erkrankungen und Sportverletzungen sind häufige Beschwerden, bei denen Phytotherapeutika entzündungshemmend, schmerzlindernd und durchblutungsfördernd wirken – sowohl äußerlich als auch innerlich.
Haut
Die Haut ist das größte Organ des Menschen und Spiegel innerer Gesundheit. Phytotherapeutika wirken lokal entzündungshemmend, wundheilungsfördernd, antimikrobiell und juckreizlindernd – mit breitem Anwendungsspektrum von Wunden über Ekzeme bis hin zu Akne und Pilzinfektionen.
Häufige Fragen
Wofür wird Birke verwendet?
Harnwegsinfektionen (Spülungstherapie – ausreichend trinken!), Vorbeugung von Harnsteinen und Nierengrieß, Rheumatische Erkrankungen (begleitend, Ausschwemmung)
Wie bereitet man Birke als Tee zu?
2–3 g Blätter auf 150 ml kochendem Wasser, 15 Min. ziehen Dosierung: 3–4x täglich 1 Tasse
Hat Birke Wechselwirkungen?
Diuretika: Additive Wirkung, Kaliumverlust möglich Lithium: Veränderung der Lithiumausscheidung durch Diurese